#12 DI.Day F:1 – Klein anfangen, aber richtig: Warum man mehr als eine Identität im Internet braucht

Shownotes

Wir starten unsere DI.Day Mini-Serie zum Digital Independence Day: Einmal im Monat – am ersten Sonntag – ein kleiner Schritt raus aus digitaler Abhängigkeit, rein in mehr Souveränität. Inspiriert vom „Digital Independence Day“ (CCC-Umfeld / Marc-Uwe Kling & Känguru) sprechen wir darüber, warum wir digital immer irgendwo abhängig sind – und warum es darauf ankommt, diese Abhängigkeiten bewusst zu wählen und zu steuern. Das gilt nicht nur für Unternehmen, sondern genauso für Privatpersonen.

Folge 1 ist der beste Einstieg, weil er sofort wirkt: E-Mail. Denn wer nur eine einzige Adresse für alles nutzt, macht sich unnötig angreifbar – und wird schnell gläsern. Die Lösung ist simpel und alltagstauglich: die 3-Identitäten-Regel.

Die drei Rollen:

Öffentlich: für alles, was sichtbar sein darf (Reputation, Business, Kontakt nach außen)

Privat: für alles mit „Gewicht“ (Banking, Verträge, Tickets, wichtige Accounts)

Newsletter/Anmeldungen: für Registrierungen, Downloads, Gewinnspiele, Foren – ohne dass sich dein Profil überall verknüpft

Bonus: Eine eigene Domain ist der kleine Hebel mit großer Wirkung. Sie kostet wenig, ist schnell eingerichtet und gibt dir eine zusätzliche Kontrollebene zurück – gerade für die wichtigen Adressen.

Ausblick: In Folge 2 geht’s um den „Uppsis-Check“ – Basics, die dich vor typischen Klick-Fails und Datenverlust retten.

Mehr über uns:

💻 Jens Blust – IT-Unternehmer & Digitalstratege

🌐 Website RETIS: https://www.retis.digital

🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jens-blust-66a9391b5/

🎙 Podcast RETIS Reset: https://retis-reset.podigee.io/

🎧 Jessica Sander – Moderation & Podcastproduktion

🌐 Website Mobil Podcast: https://www.mobilpodcast.de/

🔗 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jessica-sander-48133170

Transkript anzeigen

00:00:00: Guten Morgen Jens.

00:00:02: Deine heutige Mission Digitale Souveränität aktivieren.

00:00:07: Willkommen bei Rhetis Reset, dem Podcast für den digitalen Neustart.

00:00:12: Hier spricht Jens Blust, IT-Unternehmer, Digitalstrategie und der Mann, der den Knopf zum Netzwerk Reset drückt.

00:00:19: Digital Souverän statt digital abhängig.

00:00:22: Der erste Schritt beginnt heute.

00:00:26: Herzlich willkommen, ich bin Jessica Sander und bei mir sitzt natürlich der Mann, der bei den Unternehmen den Reset-Knopf drückt.

00:00:32: Jens Blust, hallo Jens, ich grüße dich.

00:00:34: Guten Morgen Jessica.

00:00:36: Ich finde toll, was wir heute vorhaben und zwar machen wir, starten wir heute mit einer kleinen Miniserie zum Digital Independence Day.

00:00:44: Erzähl mal ganz kurz, was es damit auf sich hat.

00:00:47: Genau, der Digital Independence Day, der Tag der digitalen Unabhängigkeit.

00:00:52: wurde von Marc-Uwe Kling ausgerufen bzw.

00:00:55: von seinem Kängero.

00:00:57: Manche Hörer kennen den Marc-Uwe Kling vielleicht, von seinen Kängero-Kroniken.

00:01:02: Und immer im Dezember veranstaltet der Chaos Computer Club in Deutschland eine Veranstaltung, wo IT-Themen, gesellschaftliche Themen präsentiert werden, neuste Entwicklungen.

00:01:15: Man könnte sogar sagen, es wäre ein Hacker-Kongress.

00:01:18: Und der Marco Wirkling war da schon mal vor einigen Jahren und hat über was berichtet und dieses Mal hat er tatsächlich etwas losgetreten.

00:01:27: Und das ist jetzt so ein Thema, wo ich denke, dass es in unser Souveränitätsthema über das wir die ganze Zeit sprechen, eben unabhängiger werden in der IT, was wir jetzt zunächst ganz viel für Unternehmen beleuchtet haben.

00:01:41: Der Marco Wirkling hat auf dem Kongress den digitalen Unabhängigkeitstag den Digital Independence Day in Anlehnung an Roland Emmerichs Independence Day ausgerufen bzw.

00:01:52: das Känguru hat gesagt, wir müssen da unabhängiger werden.

00:01:56: Daher kam dieser Digital Independence Day.

00:01:59: Und ich

00:02:00: finde das total großartig und wir haben uns drei Teile überlegt, drei Folgen und wollen heute damit standen, mit dem Titel klein anfangen, aber richtig.

00:02:09: Und ich würde auch, wenn es eine kleine Miniserie ist und das wir ein bisschen anders aufbauen, trotzdem mit einer provokanten Einstiegsfrage starten.

00:02:15: Jens, wie immer.

00:02:17: Jens, Hand aufs Herz.

00:02:19: Wie viele Menschen privat oder im Job sind wirklich unabhängig?

00:02:21: Und wie viele sind nur so lange alles läuft unabhängig?

00:02:25: Naja, also die meisten, also ich glaube, man ist immer irgendwo abhängig.

00:02:30: Man kann ja nicht alles selbst machen.

00:02:32: Wenn man jetzt so ganz, ganz, das ganz runter bricht.

00:02:36: Das Brot backst du ja, backen die meisten Leute ja auch nicht selber.

00:02:39: Es gibt viele, die backen selber, aber die kaufen auch ihr Mehl irgendwo.

00:02:43: Und der Müller, der muss auch irgendwo das Mehl in den Weizen einkaufen, den er in seiner Mühle malt.

00:02:47: Also wir haben ganz viele Abhängigkeiten und wir kommen in unserer Gesellschaft, die ja einfach, also auch auf Geld basiert, als Tauschmittel.

00:02:56: Wir kommen da nicht raus, wir sind immer abhängig.

00:02:58: Und auch im Digitalen werden wir immer abhängig sein von irgendeinem, aber der Clou ist doch... Entscheidend zu können, von wem man sich abhängig macht.

00:03:08: Sind es stabile Sachen, Sachen, die ich verstehe, Dinge, wo ich selbst steuern kann, wo ich ein Gefühl dafür bekomme, wie viel von meiner Abhängigkeit ich benutze oder abgebe, oder sind es Themen, die fremd und vielleicht sogar gegen meinen Willen gesteuert werden oder wo ich Dinge... über mich preisgebe die ich eigentlich überhaupt nicht preisgeben möchte?

00:03:31: das ist so ein bisschen dieses selbstbewusste steuern dass ich ja mit dem souveränitätsbegriff immer so schön beschreibe.

00:03:38: also die idee ist ja nicht dass man jetzt alles alle Computer wegwirft und sich als Lagerfeuer ersetzt.

00:03:44: Das ist natürlich auch eine tolle digitale Unabhängigkeit.

00:03:46: Aber das trifft nicht den Punkt.

00:03:48: Es geht tatsächlich darum, frei entscheidend zu können.

00:03:52: Und es geht nicht von heute auf morgen.

00:03:53: Und deswegen auch, um den Bogen zurück zum Mark-Uwe dazu spannen, das sind kleine Schritte.

00:04:00: Man muss sich zunächst mal fragen, okay, wo hab ich denn abgeliefert?

00:04:05: Wo hab ich denn vielleicht ein paar heiße Themen?

00:04:07: Und dann gehe ich Stück für Stück vor.

00:04:09: Und dieser Talk beim Chaos Computer Club, die haben auch gleich eine Seite veröffentlicht, die heißt DI.Day.

00:04:17: Das ist die gesamte Domäne.

00:04:18: Also DI.Day im Browser eingeben, dann kommt man auf die Seite.

00:04:22: Und da wird genau in kleinen Häppchen eben gezeigt, wie man als... Privatpersonen und ich sage jetzt auch ganz launisch auch gerne als Unternehmen erst mal erkennt, wo bestimmte Abhängigkeiten sind.

00:04:36: Lass mich mal den Talk noch ganz kurz ein bisschen einordnen.

00:04:39: Also ich finde, der Talk von Marco Bekling ist brillant, was die Wortwahl angeht und was die Gags angeht und er ist es wirklich schön anzusehen.

00:04:51: auf YouTube und auf media.cc.de kann man den Talk... anschauen.

00:04:58: Aber es stört mich, dass da immer gegen gearbeitet wird.

00:05:02: Es geht gegen Google, es geht gegen Trump, es geht gegen Elon Musk, es geht gegen Jeff Bezos.

00:05:10: Es ist immer alles gegen.

00:05:12: Das ist nicht das, was mir wichtig ist.

00:05:14: Mir ist wichtig, dass wir irgendwo hingehen, dass wir etwas für jemand tun.

00:05:19: Und jemand ist in dem Fall wir, ich, du.

00:05:25: dass jeder Einzelne tut etwas für sich selbst.

00:05:28: Wir holen uns eine Selbstbestimmung zurück.

00:05:31: Und auch für Unternehmen gilt das.

00:05:32: Ein Unternehmen hat ja auch seine eigene Persönlichkeit und seinen eigenen, ja, je nachdem sogar Rechtsraum.

00:05:39: Also so eine GmbH ist ja tatsächlich eine juristische Persönlichkeit.

00:05:42: Aber auch ein Unternehmen ist ja eine eigene Person und auch ein Unternehmen kann sich seine Souveränität wiederholen.

00:05:50: Deswegen diesen Marco Bekling Beitrag.

00:05:54: Den schätze ich unglaublich, aber wir sollten uns ein bisschen entfernen von dem Gegen, sondern eher hinzu.

00:06:00: Das wäre mir viel viel wichtiger und würde auch viel mehr Spaß machen.

00:06:05: Das finde ich ja so schön an dir gerade, dass du... Ja, für sprichst dieses Offen, das positiv anzugehen, eher die Chance da drin zu sehen und wirklich was für sich selber zu tun und nicht um jemand anderen auszugrenzen oder zu oder ein Bashing zu betreiben.

00:06:17: Und deswegen schätze ich ja gerade unseren Austausch so sehr und dass wir diesen Podcast hier machen.

00:06:21: Aber meine Frage sozusagen dann in kurz beantwortet.

00:06:25: Du, man ist eh immer abhängig.

00:06:26: Man sollte sich nur die richtigen raussuchen, von denen man abhängig sein möchte.

00:06:30: Ja, genau.

00:06:30: Also man kann sich ja informieren.

00:06:33: Informieren ist immer Arbeit.

00:06:35: Also.

00:06:36: Bis man recherchiert hat, bis man die ganzen Informationen zusammengetragen hat, bis man rausgefunden hat, was eigentlich sinnvoll ist und was für jeden einzelnen persönlich nicht sinnvoll ist.

00:06:46: Es ist einfach besser, wenn man da schon auf Informationen zugreifen kann, die einem präsentiert werden.

00:06:52: Die Videos vom Chaos Computer Club, die sind übrigens sehr, sehr gut.

00:06:55: Also das kann ich tatsächlich jedem nur ans Herz legen.

00:06:58: Ja, es gibt welche, die sind sehr, sehr technisch und sehr schwierig zu verfolgen und für tatsächlich nicht für jeden geeignet.

00:07:07: Aber es gibt unglaublich viele Niedrigschwellige, wo kein IT-Wissen vorausgesetzt wird, weil dieses Sendungsbewusstsein vom Chaos Computer Club tatsächlich da ist.

00:07:18: Die wollen ja auch dem normalen Menschen der nicht wahnsinnig in der IT bewandert ist, helfen, Stück für Stück seine Freiheit oder seine Unabhängigkeit da wiederzuerlangen.

00:07:31: Und deswegen legen die auch schon Wert darauf, dass es gezielt ein bisschen unterschwelliger zugeht, wie jetzt zum Beispiel mit dem Marco Bekling.

00:07:40: Dieser Talk, ich glaube, der geht eine Dreiviertelstunde, der ist gespickt mit einer Menge Humor und geht sehr, sehr erzählerisch an das Thema digitale Abhängigkeit ran.

00:07:52: und tut es über einen längeren Zeitraum schön aufbauen als Geschichte, so dass es jeder verstehen kann und jeder mitgehen kann.

00:08:01: Natürlich sind ein paar Gags dabei, wo nur die Nerds lachen, aber dieses Gesamtding, das geht mit.

00:08:08: Und diese Aussage ganz am Ende, man kann politisch sein, wie man will, oder man kann für oder gegen sein, diese Idee, die Mark Uwe's Kängurut apostoliert.

00:08:19: Mit dem Digital Independence Day.

00:08:21: Die ist gut und die ist wichtig.

00:08:23: Und jetzt, wo fange ich an?

00:08:25: Das ist doch das große Problem.

00:08:27: Genau, und das sind so viele so kleine Sachen schon auf der Seite, wo ich dachte, das ist so typisch dieses Snackerbill, das sozusagen das so Kleinigkeiten sind, die man wirklich so eigentlich relativ schnell umsetzen kann.

00:08:35: Das ist ja auch Sinn der Sache.

00:08:37: Und was mich total freut, dieses Thema, worüber wir sprechen, du kommst ja gar nicht mehr dran vorbei, springen irgendwie alle da.

00:08:42: drauf auf diesen Zug oder alle beschäftigen sich jetzt damit oder immer mehr.

00:08:46: Das heißt, das ist jetzt einfach die Zeit, wo so viele umdenken.

00:08:49: Das finde ich schön.

00:08:50: Die Presse hat auf jeden Fall erkannt, dass das Thema die Leute bewegt.

00:08:54: Wir hatten ja diese Thematik mit Microsoft, die da in Bayern als Bayern als Staat oder als Freistaat, als Bundesland möchte seine Verwaltung in die Hände von Microsoft legen bzw.

00:09:07: große Verträge mit Microsoft abschließen, während andere Bundesländer.

00:09:12: Wie Schleswig-Holstein genau den gegengesetzten Weg gehen, die wollen aus der Microsoft-Umarmung raus.

00:09:17: Und die Presse hat es in der Zwischenzeit erkannt, dass das ein Thema ist, was eben nicht nur hinter verschlossenen Türen diskutiert werden soll, darf, kann, muss.

00:09:26: Und wir erleben ja gerade auch in vielen Bereichen so Einschränkungen von Grundrechten, von... Also es ist eine riesige Diskussion über das Thema Freiheit gerade.

00:09:38: Und naja, gut, da gibt es ganz viele Leute, die sich da engagieren.

00:09:43: Und mein Thema ist halt nur die digitale Freiheit.

00:09:45: Die ist so, ja, das sag ich, die ist universell.

00:09:49: Die ist viel, viel universeller.

00:09:50: Und wir sind doch heute nur noch eine digitale Identität im Internet.

00:09:57: Wir bewegen uns ja, wir kaufen Dinge ein, wir locken uns ein, wir schauen uns Videos an, wir kommunizieren übers Internet und... Ich kann selbst entscheiden, wer da alles mitlässt.

00:10:11: Wenn ich alles über Google suche, dann weiß Google sehr genau, wer ich bin.

00:10:15: Wenn ich alles über eine andere Suchmaschine suche, wie jetzt zum Beispiel DuckDuckGo oder die haben Ecosia, ist glaube ich, auf der Webseite vorgeschlagen.

00:10:24: Noch nie

00:10:24: gehört vorher.

00:10:25: Ja, also Dr.

00:10:27: Go hat tatsächlich eine größere Verbreitung, glaube ich, Ecosia weniger.

00:10:31: Aber es ist wichtig, dass man überhaupt mal diesen Namen überhaupt mal gehört hat.

00:10:34: Und dann kann man ja immer noch schauen, ist das jetzt für mich relevant oder nicht?

00:10:37: Und wenn die Suchergebnisse nicht gut sind, da benutzt man was anderes.

00:10:41: Aber gerade jetzt so Dr.

00:10:43: Go hat sich zumindest bei uns im Umfeld relativ gut bewährt oder brave oder sowas.

00:10:47: Also es gibt so viele Möglichkeiten, sich auch so ein bisschen aus diesen Umarmungen zu befreien.

00:10:54: Und durch die große Berichterstattung, die wir gerade haben, werden eben auch Namen, Produkte bekannter.

00:11:02: Wenn man jetzt, ich sag's jetzt wieder, was googelt oder viele fragen ja nur noch ChatGPT, was kann ich verwenden?

00:11:08: Und dann kommen aber jetzt tatsächlich dadurch, dass es eine Verbreitung gibt.

00:11:14: Dadurch, dass mehr Leute nachfragen, gibt's natürlich auch das Informationsangebot.

00:11:20: raussuchen, in welche Richtungen man sich bewegt.

00:11:24: Und ja, es gibt die ganz bequemen, die sagen, es mir egal mit meinen Daten, Hauptsache, ich krieg was ich will und möglichst wenig Klicks und möglichst alles super und bunt.

00:11:34: Und es gibt natürlich auch den anderen Gegenpol, die Leute, die gar nichts hergeben wollen, denen ihre Daten unglaublich wichtig sind, die eher anonym bleiben wollen, die quasi im echten Leben genau entscheiden, wem sie Daten geben und die im digitalen genauso Verfahren wollen.

00:11:51: Und jetzt plötzlich gibt es auch ein vernünftiges Informationsangebot, ein niederschwelliges, vernünftiges Informationsangebot.

00:11:58: Und so Webseiten wie DI Day, die ist gut gemacht, weil die ist für jeden zugänglich.

00:12:05: Die Informationen, die da sind, die gibt es im Internet schon lang.

00:12:09: Aber sie waren halt nur mit Fachkenntnissen umsetzbar.

00:12:13: Und plötzlich erleben wir, dass es für eine ganz breite für eine ganz breite Bevölkerungsschicht möglich wird.

00:12:20: Du nicht, wir haben irgendeinen Handy und irgendeinen Smartphone und da ist ein Android drauf oder eben ein iOS.

00:12:28: Und wir werden jetzt auch so Stück für Stück in die Lage versetzt, Dinge daran zu ändern.

00:12:34: Das ist das Besondere.

00:12:35: Wir sagen ja sehr schnell Souveränität, Unabhängigkeit.

00:12:39: Was bedeutet das eigentlich?

00:12:40: Wirklich macht das doch mal alltagstauglich, ob jetzt privat oder unternehmen.

00:12:44: Der Unterschied zwischen dem privaten und im Unternehmen ist, dass das Unternehmen natürlich sehr viel mehr Ressourcen hat.

00:12:50: Ein Unternehmen bezahlt ein Dienst oder ein Dienstleister und bekommt dafür bestimmte Technologien zur Verfügung gestellt, zum Beispiel ein E-Mail-Server.

00:13:03: Und das Unternehmen kann überlegen, ob es jetzt tausend Euro oder zehntausend Euro im Jahr ausgibt und je nachdem kriegt es halt einen großen E-Mail-Server oder einen kleinen E-Mail-Server und je nachdem kann es sich aussuchen, ob der im Keller steht bei den anderen Servern oder ob der irgendwo der Cloud ist.

00:13:18: Eine Privatperson hat diese Möglichkeiten oft nicht.

00:13:21: Zum einen hat eine Privatperson nicht so viel Geld zur Verfügung, einfach mal so zehn Tausend Euro im Jahr auszugeben, damit man einen eigenen E-Mail-Sorber hat.

00:13:29: Ich glaube, dass es eher selten, dass eine Privatperson das macht, wäre natürlich eine Möglichkeit.

00:13:35: Das heißt, Privatpersonen sind tatsächlich viel, viel stärker an diesen Cloud-Diensten dran und... Ich spreche da auch vor allem von den kostenlosen Clouddiensten.

00:13:45: In dem Moment, wo im Internet irgendetwas kostenlos ist, muss man sich klar bewusst sein, dass man selbst das Produkt ist.

00:13:53: Die Daten, die man dort abliefert, das ist die Monetarisierung des Dienstes.

00:13:57: Denn irgendwo am Ende des Tages kostet jedes Bit, jedes Byte, was durchs Internet transportiert wird, Geld.

00:14:03: Und auch ein Hersteller von kostenlosen Diensten.

00:14:08: Web.de, gmx und mal so typische deutsche e-mailer ins Feld zu führen, die müssen natürlich ihre Rechnung genauso bezahlen.

00:14:17: Den iRoserver laufen ja auch nicht kostenlos.

00:14:19: Das bedeutet aber auch, wenn ich dort ein kostenloses Konto habe, dass irgendwie der Anbieter daraus Geld schlagen muss.

00:14:28: Im einfachsten Fall vielleicht durch eingeblendete Werbung.

00:14:31: Da kommen wir ja dann zu dem Punkt, dass plötzlich vielleicht Werbung in unseren Chats auftaucht.

00:14:35: Je nachdem, worüber wir uns unterhalten haben, kriegst du plötzlich kontextualisierte Werbung.

00:14:41: Hallo, dann liest jemand mit, ob das jetzt ein Computer

00:14:43: ist.

00:14:43: Oder hört mit, man redet drüber, oder?

00:14:45: Und plötzlich, zack.

00:14:47: Also eine AI hört da vielleicht manchmal mit.

00:14:49: Nein, die Leute setzen sich einen Amazon Echo-Bot daheim hin, der die ganze Zeit zuhört.

00:14:56: Na ja, mein Aluhut ist jetzt nicht groß genug, da mit den aktuellsten Verschwörungstheorien allen mitzuhalten, aber eins ist natürlich klar, das Ding lebt davon zuzuhören.

00:15:06: Es funktioniert nur, wenn es zuhört, also ist dieses Mikro auf always on.

00:15:09: Na ja, den Rest kann man sich dann denken.

00:15:13: Also IT-Nerds haben in der Regel sowas selten daheim.

00:15:17: Sagen wir es mal so.

00:15:19: Und wenn, dann wissen sie, wie sie es entsprechend steuern können.

00:15:23: Diese Thematik, dieses ... diese Stufe von, ich kann als Nichtfachmann, als Nicht-Aitiler, der keine Ausbildung, keine große Zeit da rein investiert hat und im Gegenzug dazu jemand, der das tatsächlich gelernt hat, der weiß, wie es geht, der da viele Stunden Recherche reingesetzt hat, dieser Spagat wird kleiner.

00:15:52: Wir erleben gerade eine Zeit, in der ganz normale Menschen wie du, also ich nehme mich da mal raus, ich bin sicher nicht normal, in die Lage versetzt werden, das überhaupt machen zu können.

00:16:05: Und deswegen, ein Unternehmen bezahlt jemand dafür.

00:16:07: Ein Unternehmen ist eine reine Willensentscheidung.

00:16:10: Die Unternehmensführung will das.

00:16:12: Na ja, dann muss sie das Budget dafür bereitstellen und dann kriegt sie das.

00:16:15: Und Unternehmen kann sich, wenn es will, sofort.

00:16:17: Unabhängiger machen.

00:16:18: Das ist eine reine Willensentscheidung.

00:16:20: Bei einer Privatperson sind die Hürden tatsächlich höher, weil eine Privatperson erst investieren müsste.

00:16:27: Vom sauerverdienten Geld.

00:16:29: Manchmal sind die Anleitungen auch wirklich sehr anspruchsvoll, sodass da nicht jeder intellektuell mitgehen kann.

00:16:35: Das heißt... Ein Freund, eine Freundin, ein Bekannter, der sich damit auskennt, das kann tatsächlich ein Steigbügel halt das sein.

00:16:43: Wir sagen ja, oder diese Folge heißt ja, kleinen Anfang, aber richtig.

00:16:48: Warum nicht gleich das große Mammutprojekt?

00:16:50: Warum nicht gleich sagen wir, ändern jetzt sofort alles?

00:16:52: Warum sagen wir kleinen Anfang?

00:16:54: Ja, ganz einfach, weil es nicht funktioniert.

00:16:56: Wenn man sich zu viel vornimmt, das ist, man will den Garten schöner machen.

00:17:01: In dem Moment, es gibt die Hornbach-Werbungen, die suggerieren einem, dass man alles gleichzeitig machen kann und dass man ja nur bei, mit den richtigen Werkzeugen und den richtigen Tools, und einen klappt das schon, am Ende vom Tag ist der Garten schön, das klappt so nicht.

00:17:14: Man muss die Sachen in verdaulichen Häppchen machen.

00:17:18: Und es gibt Dinge, die sind sehr einfach umzusetzen und schnell, die tun einmal kurz weh und dann ist es durch und dann ist die Berg schält.

00:17:30: Andere Dinge sind... Erfordern Vorbereitung und manche bauen auch aufeinander auf.

00:17:35: Wenn ich also zum Beispiel anfange, mich über meine Social Media Accounts Gedanken zu machen, dann muss ich davor vielleicht schon über andere Dinge mal mir Gedanken gemacht haben.

00:17:46: Also Stück für Stück.

00:17:48: Und es lohnt sich mit den kleineren Dingen anzufangen.

00:17:52: und ganz wichtig, man kann ja gerade eine Übergangsphase des einen tun, ohne das andere sein zu lassen.

00:18:00: Zum Beispiel.

00:18:01: Darf ich Ihnen ein Beispiel?

00:18:03: Darf ich gleich Ihnen ein Beispiel reingehen?

00:18:04: Ich

00:18:04: bitte dich Jens, ich muss dir ja gar nicht sagen, nenn mir doch die drei

00:18:07: Top.

00:18:07: Ja, ich habe gerade dein Gesicht beobachtet.

00:18:12: Nein, wir haben... Wir haben zum Beispiel bei E-Mails, die Leute denken immer, oh Gott, dann habe ich so einen harten Cut und bis ich überall meine, ich muss ja dann an einem Tag überall meine E-Mail-Accounts überall ändern.

00:18:26: Wie krieg

00:18:26: ich da alle überhaupt drüber?

00:18:27: Ja, genau.

00:18:28: Und dann gibt es eine Registrierung oder... Ach, das ist ja... Nein, der erste Schritt ist doch einfach nur sich mal... neuen E-Mail-Account anzulegen.

00:18:39: Da muss man sich ein paar Gedanken machen.

00:18:41: Wo will ich den?

00:18:42: Wie soll der heißen?

00:18:44: Soll der Personen beziehbar sein?

00:18:46: Sprich, ist da mein echter Name vielleicht drin oder eher nicht?

00:18:54: Ich empfehle jedem drei, mindestens drei E-Mail-Accounts zu haben.

00:18:58: Wir haben einen, mit dem sind wir in der Öffentlichkeit, mit dem sind wir Googlebar, mit dem werden wir in Verbindung gebracht.

00:19:07: Wenn jemand Unbekanntes uns trifft und er gibt unseren Namen bei Google ein, dann wird er über irgendetwas stolpern und wir wollen, dass er über diese öffentliche Identität stolpern.

00:19:17: Das kann durchaus sein, dass hinter der öffentlichen Identität überhaupt nichts ist.

00:19:22: Ja, als Privatperson, wenn ich jetzt nicht der Vereinsvorsitzende von irgendeinem Fußballverein bin, dann habe ich hinter der öffentlichen Identität wahrscheinlich nichts.

00:19:31: Ich als Vorsitzender von einem Fußballverein hätte auf jeden Fall einen Link zum Fußballverein.

00:19:36: Das ist klar.

00:19:37: Das ist die erste.

00:19:38: Das ist die, die man pflegt, wo man auch auf die Reputation achtet.

00:19:41: Wie viele Leute bewerben sich?

00:19:44: und geben eine E-Mail-Adresse an, die sie aber in anderen komischen Foren benutzen, wo dann die Unternehmen scannen die E-Mail-Adressen, die gucken, was ist das für eine E-Mail-Adresse, wo taucht die auf in welchen Kontexten?

00:19:57: Und dort sollte man natürlich eine E-Mail-Adresse angeben, die entweder vollkommen unbekannt ist, also vielleicht für die Bewerbung eingerichtet wurde.

00:20:04: Auf

00:20:04: jeden Fall seriös.

00:20:05: Eine

00:20:06: seriöse E-Mail-Adresse, richtig, genau.

00:20:08: Also nichts, was wir irgendwo vor...

00:20:10: Ah, sieh drei und neunzehn.

00:20:13: Hallo, das ist ja noch harmlos.

00:20:15: Nein, also... Oder wir haben eine E-Mail-Adresse, die eine Reputation aufgebaut worden ist, wo man einfach sagt, ja, da ist eine kleine Webseite, vielleicht mit einem Lebenslauf, wo man ein Passwort eingeben muss, dann kann man den Lebenslauf einsehen oder vielleicht Arbeitsproben oder so.

00:20:30: Also man kann da schon was aufbauen.

00:20:32: Das ist die erste Identität.

00:20:34: Da... ist, sagen wir mal, der Realname ist sinnvoll.

00:20:41: Also gerade, wenn man die mit jemandem in Verbindung bringen kann, also das ist die erste Identität.

00:20:47: Dann gibt es der zweite.

00:20:49: Das ist auch eine wichtige Identität.

00:20:52: Das ist die, die nicht öffentlich ist.

00:20:55: Zum Beispiel, wenn du Banking machst.

00:20:58: Die Banken wollen doch heutzutage immer eine E-Mail-Adresse, an die sie die Kontoauszüge schicken können.

00:21:04: Oder sie wollen eine E-Mail-Adresse, wo oder du registrierst dich zum Beispiel bei einer Kreditkarte oder bei irgendeinem Dienst, wo Geld oder Reputation oder irgendwas dahinter steckt.

00:21:17: Aber du möchtest nicht, dass diese Verbindung publik ist.

00:21:21: Das ist die zweite Identität.

00:21:22: Das heißt, dass ich bei der... Sparkasse, Huchstebude oder sowas bin, es geht niemand was an.

00:21:28: Das heißt, wie würdest du die nennen?

00:21:30: Wie hast du die erste genannt, wenn du jetzt mal Jens blust?

00:21:33: Jetzt sag mal.

00:21:33: Die persönliche.

00:21:35: Die erste Identität ist die öffentliche, die zweite ist die persönliche.

00:21:38: Die persönliche, mit der gehst du nicht hausieren.

00:21:41: Die setzt du gezielt ein.

00:21:43: Das heißt, da kannst du auch Hasi sagen, nein.

00:21:45: Da

00:21:46: könntest du auch Hasi zweitausend benutzen, aber Hasi zweitausend... JessicaSunder.de.

00:21:53: Ich weiß gar nicht, gibt es die Domäne.

00:21:55: Das würde ich vielleicht der Sparkasse oder so.

00:21:57: Aber das würdest du dann im Internet nicht öffentlich machen.

00:22:00: Vielleicht nimmst du als öffentliche E-Mail-Adresse Info at JessicaSunder.de, weil das deine öffentliche Identität ist.

00:22:10: Und du hast aber vielleicht noch Jessica at Sunder.de.

00:22:16: Und das ist eine ganz andere E-Mail-Adresse.

00:22:18: Die hat auch mit der ersten nichts zu tun.

00:22:21: Und diese zweite, die würdest du nicht veröffentlichen.

00:22:24: Die steht nicht auf deiner Webseite.

00:22:26: Nur die öffentliche steht auf der Webseite.

00:22:27: Die persönliche, die gibst du gezielt bestimmten Institutionen.

00:22:32: Das ist so ein bisschen diese Trennung.

00:22:34: Du pflegst die auch.

00:22:35: Du guckst, dass da kein Quatsch reinkommt.

00:22:38: Aber du hast zwei.

00:22:39: Eine öffentliche und eine persönliche.

00:22:41: Und die persönliche ist auch... Im öffentlichen Raum genutzt.

00:22:45: Das heißt, wenn du zum Beispiel dir ein deutsches Bahn-Ticket kaufst, ein Jahresticket, das auf dich registriert ist, wo du persönlich benutzt, aber nicht im Unternehmensumfeld, dann würdest du das auf deine persönliche wertvolle E-Mail-Adresse

00:22:59: nehmen.

00:22:59: Und die dritte ist dann für jeden Bums, den ich bei einem Gewinnspiel... Genau,

00:23:03: du hast es vollkommen erfasst.

00:23:04: Die dritte, vierte, fünfte, sechste, siebte.

00:23:07: So viele wie du benötigst und haben möchtest.

00:23:10: Da sag ich, da hast du einfach... E-Mail-Adressen, die für bestimmte Zwecke und nur für diesen Zweck gut sind.

00:23:17: Ich glaube einfach, dass wir haben ein Privatleben und wir halten das auch privat.

00:23:24: Wir gehen abends, wenn die Leute das Büro verlassen, geht der eine vielleicht in die Kneipe und trinkt ein Bier, der andere geht ins Kino und wieder jemand anderes trifft sich vielleicht mit Freunden.

00:23:34: Aber wir erzählen nur dann... darüber, wenn wir das auch wollen.

00:23:38: Und das heißt auch im Internet so.

00:23:40: Und im Internet wäre aber, wenn du deine öffentliche E-Mail-Adresse oder wenn du nur eine einzige E-Mail-Adresse hast und ich gebe die bei Google ein oder in speziellen Suchmaschinen, die darauf trainiert sind, Daten anzureichern zu E-Mail-Adressen, dann weiß die ganze Welt, mit wem ich mich treffe und dass ich abends ein Bier trink und dass ich mich mit dem und dem und dem getroffen habe.

00:24:00: Und das ist so ein bisschen der Punkt, wo ich sage, nö.

00:24:03: Und da ist eben wichtig, Du entscheidest bewusst, welche dieser E-Mail-Adressen benutze ich wo.

00:24:09: Die öffentliche, alles was im öffentlichen Business-Kontext ist, wenn du eine Pressemitteilung rausgibst, dann ist das die öffentliche E-Mail-Adresse.

00:24:17: Wenn du dich bei der Sparkasse oder bei der Deutschen Bahn oder bei irgendwelchen anderen Diensten anmeldest, dann ist es deine persönliche wertvolle E-Mail-Adresse.

00:24:26: Und dann hast du eine Million Wegwerf-Adressen.

00:24:29: Und man könnte auch für die Deutsche Bahn eine Wegwerf-Adresse benutzen und man könnte natürlich für alle anderen jeweils so... Einfache E-Mail-Adressen benutzen.

00:24:38: Eine E-Mail-Adresse kostet ja kein Geld.

00:24:41: Also solche Wegwerfer.

00:24:43: Ich sage jetzt Wegwerfer-Adressen, die willst du ja schon nutzen.

00:24:46: Es sind keine Wegwerfer-Adressen, aber es sind halt, wie gesagt, Hasi-Zwei-Tausend.

00:24:51: Und da spielt es auch keine Rolle, ob das jetzt eine Web-DE-Adresse ist oder eine GMX-Adresse oder was gibt es denn noch?

00:24:56: Proton-Mail oder eben was anderes.

00:25:00: Für die anderen beiden Adressen solltest du eine Domäne haben.

00:25:04: Eine Domäne kostet ab sechs Euro oder sowas pro Jahr.

00:25:06: Das kostet wirklich nicht viel Geld und man braucht keinen Pfadwissen dazu.

00:25:11: Das ist wirklich kein Problem.

00:25:13: Das heißt, die Hauptadresse für deine Unternehmung hat eine.

00:25:17: Eine Domäne, also die heißt dann at jessicasunder.de oder mobilepodcast.de.

00:25:25: Das ist, das bezahlt ein Unternehmen, da brauchst du dir keine Gedanken machen, das ist der öffentliche Teil.

00:25:29: Die zweite für dich persönlich, diese sechs Euro im Jahr, die solltest du investieren, damit du eine jessicasunder.de-Email-Adresse hast, damit du eine wertvolle, geschützte Zuverlässige E-Mail-Adress hast, weil die Domäne hinten, die kann dir nicht so einfach weggeklaut werden.

00:25:48: Und selbst wenn das E-Mail, wenn dein Passwort vom E-Mail gehackt wird oder deine Identität missbraucht wird, hast du immer noch eine Ebene.

00:25:57: Darüber, diese Domäne, über die du jederzeit deine Kennwörter und deine Sachen zurückholen kannst.

00:26:02: Deswegen, das ist sinnvoll, aber es geht jetzt auch zu weit.

00:26:04: Das wird jetzt sehr technisch.

00:26:06: Hier ist nur wichtig, dass es diese Unterschiede gibt.

00:26:08: Ich frage mich nur, wie viele Menschen das wirklich machen, von denen, denen du das erzählst.

00:26:12: Ich höre mir das an und ich finde das total stimmig und habe mir das gleich aufgeschrieben für meine To-do-Liste.

00:26:17: Aber wie viele Menschen machen das wirklich so?

00:26:19: alle, mit denen ich drüber gesprochen habe.

00:26:23: Wir waren vor einigen Wochen auf einem Twelve Minutes Meet Talk und da habe ich das kurz angerissen und danach haben sich viele Fragen zu dem Thema ergeben und da habe ich gemerkt, das ist wichtig.

00:26:37: Mit dem Thema bin ich schon vor Jahren, wir hatten auch verschiedene Veranstaltungen, wo ich drüber gesprochen habe und alle, die in den Veranstaltungen waren, die nehmen das mit.

00:26:45: Die fangen sofort an, ihr eigenes Leben auf diese Also so umzusetzen, ich meine das ist auch manchmal gar nicht so einfach.

00:26:52: Womit melde ich mich jetzt denn bei einem bestimmten Dienst an?

00:26:55: und die IT Nerds, die haben für jeden Dienst eine eigene E-Mail-Adresse, wenn die sich bei Spotify anmelden, haben die Spotify.

00:27:07: Und wenn Sie sich bei der NZZ anmelden, dann haben Sie halt NZZ at Jens plus D. Das geht alles ins gleiche Postfach.

00:27:14: Aber Sie können steuern, welche schalte ich ab, welche endere ich.

00:27:18: Und wenn's BAM kommt... Na dann weiß man auch von wem die E-Mail-Adresse verkauft wird.

00:27:23: Es

00:27:23: klingt erst mal nach sehr viel Aufwand, ist es aber gar nicht.

00:27:25: Nein, es sind im Endeffekt ein paar Mausklicks.

00:27:28: Eine Domäne bekommst du immer automatisch mit einem E-Mail-Postfach, wenn du jetzt bei Ionost.de zum Beispiel wäre so ein sehr bekannter großer Deutsche Web-Poster.

00:27:37: Ein

00:27:37: guter, ja.

00:27:38: Also wo du den noch empfehlen würdest.

00:27:40: Er funktioniert.

00:27:41: Wir reden ja jetzt gerade über einen Privatgenuss.

00:27:46: Er führt ein Unternehmen, ein Unternehmen legt andere Maßstäbe an.

00:27:49: Da ist auch Ionos, hat da auch Produkte, aber sagen wir mal für dich als Privatperson.

00:27:54: Jede E-Mail-Adresse, also jeder.

00:27:56: Also es gibt ein paar schwarze Schafe, aber mit Ionos und Strato.

00:28:01: Das sind so die großen deutschen platzirische Hetzner, hat solche Sachen im Programm.

00:28:05: Und das sind auch alles deutsche Firmen.

00:28:07: Da kann man auch davon ausgehen, dass deutsche Platenschutz zieht da und wenn du so ein eigenes Postfach hast, dann kannst du auch selber über Verschlüsselung und selbst darüber entscheiden, von welchen Geräten und wie du das, wie du das bewerkstelligst.

00:28:21: Es ist noch nicht abhörsicher, gar keine Frage.

00:28:24: Aber es ist in deiner Hand und du hast eine eigene Schicht, eine Sicherheitsschicht unten drunter.

00:28:32: Denn nicht, es gibt zwei Passwörter, es gibt plötzlich ein Passwort für den E-Mail-Account.

00:28:38: Das könnt ihr ja... irgendwann mal in falsche Hände geraten oder gehackt werden, aber du hast ein Passwort für die Domänenverwaltung und die, das benutzt du nie.

00:28:47: Das benutzt du quasi nur zum Anlegen der Domäne.

00:28:50: Danach brauchst du das nie wieder, nur noch im Notfall, weil damit kannst du jederzeit deinen E-Mail-Passwort wieder zurücksetzen.

00:28:56: Und damit bekommst du immer wieder deine Gewalt zurück.

00:29:00: Und deswegen ist es so wichtig für deine wertvollen E-Mail-Adressen.

00:29:03: Also für die Unternehmens-E-Mail-Adresse, wo eine Reputation dahinter hängt.

00:29:07: und für deine persönliche E-Mail-Adresse, wo deine Kreditkarten, Banking und alles was mit Geld zu tun.

00:29:13: Dein PayPal-Account zum Beispiel, der gehört auf eine E-Mail-Adresse, die du steuern kannst.

00:29:19: Wenn das auf eine WebDE-Adresse geht und du verlierst da dein Passwort oder jemand anderes hat dein WebDE-Account gehackt oder eben at microsoft.com, also adoutlookoffice.com, also diese Standard-E-Mail-Adresse für Microsoft oder adgmail.com.

00:29:36: Wenn dir Gmail diesen Account wegnimmt, warum auch immer, dann hast du kein PayPal mehr.

00:29:41: Deswegen, da gehört diese Sensibilität hin.

00:29:45: Und was ist es denn?

00:29:46: Ich gehe auf Ionos.de, sag hier, ich möchte eine neue Domäne, dann gebe ich meinen Wunschnamen ein, in meinem Fall Jens Blust, drück auf Bestätigen, dann guckt er, ob JensBlust.de frei ist und wenn ja, dann kann ich für sechs Euro oder ... sind es vielleicht ein sieben Euro.

00:30:02: Ich weiß nicht ganz genau, was die Preise sind.

00:30:04: Also es ist auf jeden Fall vergleich nicht teuer.

00:30:06: Klickt dreimal weiter, gebt meine Kontotaten an und dann habe ich die und zwar innerhalb von zehn Minuten.

00:30:11: Und das ist so ein bisschen ein Ablauf.

00:30:13: Da brauche ich kein großes Fachwissen dafür.

00:30:15: Also ich brauche eigentlich überhaupt kein Fachwissen.

00:30:17: Das geht fast voll automatisch und ich bekomme zu dieser Domäne immer auch.

00:30:25: Es wird in der Regel gleich eine E-Mail Postfach dazu eingerichtet.

00:30:28: Das kann ich dann noch ändern.

00:30:29: Der Name kann anders sein oder so.

00:30:31: Aber da, da kann man sich von der Webseite leiten lassen und jeder, der bei Amazon was bestellen kann, kann auch bei Strato oder Jonas.

00:30:41: Also ich habe jetzt die beiden als Beispiel genannt, weil sie wirklich sehr groß und sehr bekannt sind hier in Deutschland, aber es gibt viele andere.

00:30:47: Sonst kriegst du diverse Anrufe den nächsten Jens von Menschen, denen du dabei helfen kannst, das umzusetzen.

00:30:53: Das kann schon sein, ja.

00:30:55: Ich bin ja demnächst hier beim Twelve Minutes Me.

00:30:59: Genau.

00:30:59: Da gibt es einen Format Twelve Minutes Me.

00:31:01: Und zwar am neunundzwanzigsten ersten und in der Location Good Spaces.

00:31:05: Also wer vorbeikommen will, kann dich da live auf der Bühne sehen.

00:31:08: Genau und fragen stellen und am besten gleich sein Notebook mitbringen sozusagen, dass man das live vorholt.

00:31:15: Ich will eigentlich da einen interessanten Talk hören und nicht vor fünfzig Leuten dann mit Laptops sitzen.

00:31:21: Nein, nein, nein.

00:31:22: Also es geht mir, also wir werden genau über dieses Thema reden.

00:31:25: Wir werden genau über dieses Thema.

00:31:27: digitale Identitäten.

00:31:29: Wer bin ich und wie viel und wenn ja wie viele?

00:31:31: Also und deswegen im Internet solltest du mehrere sein und diese.

00:31:36: Wegwerferdressen, um dann nochmal zurückzukommen, die sollten überhaupt nicht mit deinen Hauptadressen in Verbindung gebracht werden können.

00:31:42: Da ist deine WebDE-Adresse oder eine Protonmail-Adresse oder sowas super.

00:31:47: Und dann kannst du dich in irgendwelchen Foren über Autoteile austauschen und darüber, dass du an deinem Auto gerade die Ölpumpe getauscht hast oder sowas.

00:31:58: Und es ist nicht in Verbindung mit deinen anderen Accounts, sowohl für einen Hacker.

00:32:05: der vielleicht irgendwo deine Zugangsdaten abgegriffen hat, als auch für einen professionellen Datenauswärter, der versucht, diese Sachen übereinander zu legen und zu sagen, oh, Jessica Sander schraubt an Autos.

00:32:18: Das ist so ein bisschen diese größte Gefahr, die wir einfach haben, dass wir immer gläsener werden, dass wir immer mehr Profile haben, dass wir da immer... Ja, immer transparenter geworden sind nach außen.

00:32:29: Und da gibt es eine ganz, ganz schlimme Entwicklung.

00:32:30: Jetzt einen Einsatz noch.

00:32:32: Da gibt es eine ganz schlimme Entwicklung.

00:32:34: Die EU möchte nämlich jedem eine digitale Identität verpassen.

00:32:38: Der November, diesen Jahres läuft die Frist zur Umsetzung ab.

00:32:41: Das wird auch ein kleiner Teil von meinem Talk werden.

00:32:43: Spannend.

00:32:44: Sehr spannend.

00:32:44: Also am neunundzwanzigsten ersten Good Spaces, wer vorbeikommen will, Jens freut sich.

00:32:50: Das war jetzt aber wirklich sehr viel Werbung in Eiger, in Eiger allerdings.

00:32:54: Ich würde das toll.

00:32:54: Ich werde mir das natürlich auch

00:32:56: anschauen.

00:32:57: Das ist in Ordnung.

00:32:58: Aber wenn wir noch mal ganz kurz zurückkommen, auf klein anfangen, aber richtig, wäre das sozusagen E-Mail, Postwach, der Account, diese drei Identitäten.

00:33:04: Das wäre etwas ein kleiner, die kleinen ersten Schritte, die aber schon so wertvoll sind.

00:33:08: Der kleine erste Schritt ist einfach diese zweite Identität mal ins Leben rufen.

00:33:14: dass man einfach mal, dass man sie hat.

00:33:16: Und danach kann man sagen, okay, wo hab ich, wo hab ich denn überall wichtige Themen?

00:33:22: Und dann geht man Stück für Stück her und tauscht diese Identitäten aus.

00:33:25: Und jetzt zurück zum Michael Bekling, zum Digital Independence Day.

00:33:30: Er sagt, nimm dir einen Tag im Monat, was war's der erste Sonntag, glaube ich, war's im Monat.

00:33:35: Und dann den rufst du zu deinem Digital Independence Day aus und machst da diesen... ersten Schritt oder einen kleinen Schritt.

00:33:45: Alle E-Mails umzustellen.

00:33:47: Die Leute haben ganz viele Accounts, wo sie registriert sind oder wo sie ihre E-Mail-Adresse angegeben haben.

00:33:52: Das ist ein längerer Zeitraum, über den man das macht.

00:33:55: Aber irgendwo startet man.

00:33:57: Und wenn man gerade zum Beispiel sagt hier, nächster erster Sonntag wäre ja dann im Februar.

00:34:02: Und das Tolle ist, dass machen ja alle zusammen an diesem immer ersten Sonntag im Monat.

00:34:05: Das heißt, man könnte sich da einreihen mit ganz vielen und dieses Gefühl irgendwie, dass man so getragen ist dabei.

00:34:09: Ich sehe schon, man trifft sich und macht das gemeinsam.

00:34:14: Einer macht das am großen Bildschirm vor, die anderen klicken quasi mit.

00:34:18: Also jetzt du machst vor, wir klicken mit.

00:34:20: Das wäre mal eine interessante Idee für einen Format.

00:34:24: Es ist nicht schwierig.

00:34:26: Diese Sachen sind nicht schwierig, aber... Man muss ein kleines bisschen Zeit investieren.

00:34:31: Wenn man dann mal diese Identitäten hat, dann ist es ganz einfach.

00:34:35: Weil dann entscheidest du, oh, ich melde mich jetzt gerade neu bei einer Tageszeitung an, die ich eigentlich nur mal kurz wegen einem Artikel mal testweise lesen will.

00:34:44: Naja, dann nimmst du dann nicht die gute E-Mail-Adresse, sondern dann nimmst du deine Hasi-II-Tausend-E-Mail-Adresse.

00:34:53: Oh, du meldest dich.

00:34:54: an einem Dienst an, wo dir wichtig ist, dass da geschützte Kommunikation ist und dass du da, na dann nimmst du dann eine von den anderen.

00:35:01: Deswegen, also das ist so ein bisschen diese, diese, plötzlich hat man Optionen.

00:35:06: Und das ist Souveränität.

00:35:08: Nicht theoretisch die Freiheit haben, sondern ganz praktisch die Auswahl dann zu nutzen und zu sagen, ich nehme jetzt die, oder die, man muss den ersten Schritt machen.

00:35:21: Und das ist wichtig.

00:35:23: Das ist schon richtig schöne Abschluss Jens.

00:35:25: Ich wollte eigentlich noch mal aufs Rezept zu sprechen kommen, aber was sind so die wichtigsten Schritte, die man jetzt irgendwie umsetzen kann?

00:35:32: Aber du hast schon so viel für mich verpackt und da ist schon so viel drin.

00:35:34: Oder was ist dein Fazit zum Schluss?

00:35:36: Möchtest du noch irgendwas?

00:35:37: Haben wir noch was vergessen?

00:35:38: Nee, also das Fazit zum Schluss ist auf jeden Fall, dass ich dem Makube Kling sehr dankbar bin.

00:35:42: Einfach, weil er das Thema in die Öffentlichkeit bringt und durch seine Strahlweite und durch seine Reichweite einfach viele, viele Leute erreicht, die... Jetzt ganz einfach mit wenigen Mitteln da einen Schritt nach vorne machen können.

00:35:55: Das ist so ein bisschen das Fazit.

00:35:58: Und ich kann jeden nur ermutigen, nicht nur in Unternehmen haben wir Souveränität, also die Unternehmen haben eine Verantwortung für ihre Mitarbeiter und im Endeffekt auch die Budgets, um ihre Sachen, ihre E-Mail-Kommunikation zu sichern.

00:36:13: Aber es geht auch privat, nur man muss es tun.

00:36:17: Super.

00:36:17: Jens, vielen, vielen Dank.

00:36:18: Ein großartiger Start unserer Miniserie.

00:36:21: Das war Teil eins.

00:36:23: Kleinen Anfang aber richtig.

00:36:24: Und in Teil zwei geht es um die Basics, die euch vor den typischen Upsis retten.

00:36:29: Ich liebe dieses Wort Upsis.

00:36:31: Also, wenn man irgendwo klickt und plötzlich wird der Bild schwarz und man so denkt, was ist da noch passiert?

00:36:36: Darüber sprechen wir in der nächsten Folge.

00:36:38: Vielen, vielen Dank Jens.

00:36:39: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:36:42: Und ja, alle wichtigen Infos, die stehen natürlich unten in den Show.

00:36:45: Und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

00:36:47: Bis bald.

00:36:49: Bis bald.

00:36:50: Und in diesem Zusammenhang ist Digital-Souverän immer besser als digital abhängig.

00:36:54: Der Euer Neustart beginnt jetzt.

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